Mozarthaus St. Gilgen am Wolfgangsee / Salzburg
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  • Kultur damals und heute

    Das Museum im Mozarthaus St. Gilgen ist ein wahrer Ort der Begegnung.

    In historischem Ambiente veranschaulichen Text, Bild und Musik den wechselseitigen Einfluss zwischen Gesellschaft und Kultur zu Lebzeiten der Familie Mozart .

    Unsere Dauerausstellung und die individuellen Sonderausstellungen machen den Rundgang durch das Museum zu einem beeindruckenden Erlebnis.

    Museum Mozarthaus St. Gilgen
    Das Museum des Mozarthaus St. Gilgen

    Dauerausstellung zu Ehren „Nannerl“ Mozarts

    Wunderkind und Schwester eines Genies, brave und wohlerzogene Tochter, treusorgende Ehefrau und Witwe: Die Dauerausstellung im Mozarthaus St. Gilgen spannt einen weiten Bogen der Lebensstationen von Nannerl Mozart.  Wertvolle Originale und audiovisuelle Medien zeichnen ein lebensnahes Bild einer Frau, die als große Schwester des weltberühmten Bruders stets etwas im Schatten stand.

    Die Ausstellung ist selbsterklärend mit Beschreibung in deutscher und englischer Sprache und wird ergänzt durch eine eindrucksvolle Tonbildschau über „Die Mozarts und St.Gilgen“ in Deutsch, Englisch, Italienisch und Japanisch (im Museumsshop auch als DVD erhältlich).

  • Öffnungszeiten

    01. Mai bis 31. Oktober

    Samstag und Sonntag

    von 10:00–12:00 (letzter Einlass)

    Preise/Ermäßigungen

    • Erwachsene: € 4,–
    • Kinder und Schüler (6 bis 18 Jahre): € 2,50
    • Gruppen ab 10 Personen: € 3,– pro Person
    • Kinder/Schülergruppen ab 10 Personen: € 2,– pro Kind/Schüler
    • Besuch mit Führung: zusätzlich € 30,– 

Die Geschichte der „Nannerl“ Mozart

Nannerl Mozart wurde in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1751 im 3. Stock des Hauses in der Getreidegasse 9 in Salzburg geboren, wo sie auch ihre Kindheitsjahre verbrachte. Im Alter von 7 Jahren erhielt sie Klavierunterricht von ihrem Vater, der ihr außerordentliches Talent förderte. Die ersten der vielen Reisen die sie in die bedeutendsten Herrscherhäuser Europas brachten, unternahm sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder Wolfgang. Die beiden Geschwister traten gemeinsam als Wunderkinder in unzähligen Konzerten, zum Teil auch an den Höfen und mächtigsten Herscherhäusern Europas auf. Während Leopold und Wolfgang später auf viele weitere Konzertreisen gingen, blieb Nannerl mit der Mutter in Salzburg.

Nach dem Weggang ihres Bruders nach Wien und dem Tod ihrer Mutter 1778 in Paris, führte sie bis zu ihrer Heirat den Haushalt des Vaters.

1784, im Alter von 33 Jahren, heiratete sie den zweifachen Witwer Johann Baptist Freiherr von Berchtold zu Sonnenburg, Pfleger von St. Gilgen, und zog in das Geburtshaus ihrer Mutter nach St. Gilgen. Dort widmete sie sich der Erziehung ihrer fünf Stiefkinder und ihrer drei eigenen Kinder. 17 Jahre verbrachte Nannerl in St. Gilgen und zog nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1801 wieder nach Salzburg, wo sie Klavierunterricht gab und für die Mozartbiographen zur einer unschätzbar wertvollen Informationsquelle wurde. Sie erblindete und starb 1829 im Alter von 78 Jahren.

Nannerl Mozart spielte hervorragend Klavier und verfasste auch Kompositionen, von denen keine einzige überliefert ist. Ihr künstlerischer Werdegang war – wie im 18. Jahrhundert für Künstlerinnen üblich – stark von einem männlichen Partner bestimmt und abhängig.

 

 

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