Mozart und die Volksmusik

Mozart und die Volksmusik

Das Thema „Mozart und die Volksmusik“ ist für das Radauer Ensemble, dass die Nachfolge des Reiser Ensembles angetreten hat, zu einem Markenzeichen geworden. Die Musikanten um Josef Radauer lenken den Blick auf jene Zeit, in die Mozart in Salzburg hineingeboren wurde. Volksmusik aus dem Salzburger Land, seit Jahrhunderten überliefert, und Stücke, die Vater Leopold dem Sohn in sein erstes Notenbuch schrieb, ermöglichen zusammen mit seinen Frühwerken ein interessantes Bild vom musikalischen „Humus“ auf dem das wohl größte Musikgenie aller Zeiten gewachsen ist.

Im Übrigen gab es im 18. und 19. Jahrhundert keine Unterscheidung zwischen Kunst- und Volksmusik, zwischen ernster und unterhaltender Musik. Die Komponisten schöpften selbstverständlich aus der Musik und dem Geist des Volkes und umgekehrt waren sie abhängig von der Rezeption ihrer Musik durch das Volk. Im Januar 1787 berichtet Mozart aus Prag in einem Brief an seinen Freund Jacquin in Wien: „…ich sah mit ganzem Vergnügen zu, wie alle diese leute auf die Musick meines figaro, in lauter Contretänze und teutsche verwandelt, so innig vergnügt herumsprangen …hier wird von nichts gesprochen, nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als vom figaro…gewiss große Ehre für mich.“

25. Juni 2022 19:30 - 21:00 Mozarthaus Euro23 – Euro25