Buchpräsentation:
Rote Banditen von Wilhelmine Goldmann

Wilhelmine Goldmann gehört zu den VertreterInnen jener Generation, die erst sehr spät angefangen hat, Fragen zu stellen. Die Geschichte ihrer Familie, vor allem die folgenschweren Auswirkungen des österreichischen Bürgerkriegsjahres 1934, blieb ihr lange verborgen. Erst mühevolle Recherchearbeit brachte sie an die Oberfläche. Das Ergebnis ist eine über das Private weit hinausgehende Erzählung einer österreichischen ArbeiterInnengeschichte.

Die Eltern der Autorin kämpften als überzeugte SozialdemokratInnen im Schicksalsjahr 1934 auf Seiten der demokratischen Republik gegen die Dollfuß-Diktatur. Die schmerzliche Erfahrung des Bürgerkrieges hat nicht nur ihr Leben, sondern auch das der nachfolgenden Generationen geprägt und birgt nach wie vor Konfliktstoff Inder österreichischen Innenpolitik.

Den Hass der „Bürgerlichen“ auf die „Sozis“ hat die Autorin auch in ihrem Berufsleben verspürt. Ihre Geschichte einer ArbeiterInnenfamilie ist der eindringliche Versuch einer historischen Klärung, der bis heute in beiden politischen Lagern ausgewichen wird.

Moderation: Dr. Andreas de Forestier

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch die Möglichkeit bei Getränken an der Bar in Austausch zu treten.

Karten erhältlich an der Abendkasse und online.

Die Autorin

Wilhelmine Goldmann, geboren 1948 in Traisen, Studium an der Hochschule für Welthandel, Ausbildung zur Diplomkauffrau. Nach 20 Jahren Tätigkeit in der Arbeiterkammer Wien wirkte sie 16 Jahre lang als Managerin in Führungspositionen der ÖIAG, beim Postbus und in der ÖBB Personenverkehr AG. Danach war sie Aufsichtsrätin in verschiedenen Unternehmen, Kuratoriumsvorsitzende der Salzburger Festspiele und Universitätsrätin an der Kunstuniversität Graz. Sie lebt in Wien.